SelbstOrganisation

Wirtschaftlich erfolgreiches Agieren heißt, sich auf einem komplexen Weltmarkt zu bewegen. SelbstOrganisation heißt, dieser Dynamik autonom zu begegnen. Ein sich selbst organisierendes Unternehmen stellt eine komplexe Struktur dar, die sich nur durch ständige Prozessualität aufrechterhalten kann. So werden die Wesensmerkmale einer Organisation (z. B. eines Staates) von ihr selbst immer wieder neu erzeugt. Eine Mitarbeit ist nur unter Anerkennung der Vielfalt möglicher Entwicklungsrichtungen als Optionen möglich. SelbstOrganisation betreiben daher vor allem MoeglichkeitsMensch'en. Bisher hieß, eine Organisation zu führen, einen Plan zu haben, der in einem kontinuierlichen Produktionsprozess realisiert wurde und vor auftretenden Störungen geschützt werden musste. Wir wollen auf den Störungen surfen. Die Veränderung ist das Herz des Prozesses. Die interagierenden Teilnehmer handeln nach einfachen Regeln und erschaffen so aus Chaos Ordnung, ohne im Vorhinein eine gemeinsame Vision von der gesamten Entwicklung haben zu können. Im Vordergrund steht der dynamische Prozess, nicht ein statischer Staats- oder Gesellschaftervertrag. Die Basis der Zusammenarbeit befindet sich in permanenter Entwicklung. Die VerFassung und der VerTrag sind immer Momentaufnahmen. Eine solche autopoietische Organisation ist ReCur'siv organisiert. Sie ist UnterNehmen und UnterNehmer, Republik und Citoyen, ObJekt und SubJekt zugleich. Das Tun und das Sein verschmelzen zu einem untrennbaren Ganzen. SelbstOrganisation in ReinKultur.